Archiv - Festival der Regionen 2003

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noborderLAB – another war is possible

Diejenigen, die dagegen sind und deshalb aus den lokalen und partikularen Zwängen ihres Daseins entfliehen, müssen darüber hinaus ständig versuchen, einen neuen Körper und ein neues Leben aufzubauen. Das ist notwendigerweis eine gewaltsamer; barbarischer Übergang, doch es ist zugleich,[…] ein positives Barbarentum: Barbarentum? In der Tat.“( Hardt/Negri; EMPIRE) Viele, die nicht in das System von Produktion und Konsum passen, wie z.B.: MigrantInnen, NomadInnen, Obdachlose… werden als rechtlos angesehen. Die zunehmende Forderung des herrschenden Systems nach mehr „Sicherheit“ produziert Vorurteile, Angst und Gewalt gegenüber dem „Anderen“ und „Fremden“. Zum Projekt des VolxTheaters beim Festival der Regionen 2003: Das VolxTheater fährt einen Autobus, der als mobiles Modul neben Büro, Radiosendestation, Internetserver, Audio- und Video- Schnittstelle, Archiv mit umfangreicher Video-, Info-, und Bibliothek, Blackboxkino und Chill-out-zone auch eine Cocktailbar mir kleiner Tanzfläche beherbergt und transportiert. Das Modul funktioniert und verknüpft sich als Knotenpunkt im Festivalnetzwerk mit anderen mobilen, immobilen und virtuellen Projekten und präsentiert sich als Installation im öffentlichen Raum. VolxTheater mag vielen ein Begriff sein, anderen nicht. Uns schon. In einer breit angelegten Ausstellung gibt es die Möglichkeit mehr über die Geschichte und Aktionen sowie die Arbeitsweise des VolxTheaters zu erfahren. Kollektivregie, Subventionslosigkeit, Aktionismus und ein drohender Prozeß in Genua sind Teil einer nicht immer ganz selbstbestimmten Entwicklung. Dem Festival der Regionen geht das antirassistische Grenzcamp in Rumänien, sowie der EU-Gipfel in Thessaloniki voran. Das VolxTheater wird an dem Camp teilnehmen, um von dort direkt über Oberösterreich zu kommen. Die Berichterstattung von diesen Orten politischer Auseinandersetzung wird einen Schwerpunkt im aktuellen Teil der Austellung bilden.