Sons of Sissy

Die Fiedel, die Quetsche, eine Bassgeige und das Peitscherl geben eine resche, knackige Atmosphäre her. Wenn diese vier feschen Buam zur Sissy gehen, nehmen sie Musik, Tanz, Skurrilitäten und viel Humor mit in die naturnahen Gefahrenbereiche der ländlichen Kultur. Gut aufgelegt, aber ohne die geringste Harmlosigkeit zu riskieren, trumpfen sie einerseits als flippiges Volksmusik-Quartett, zum anderen als verspielt experimentelle Ritualtanz-Combo auf. Dabei brechen sie so gnadenlos wie politisch mit traditionellen männlichen Rollenbildern und kitschiger Pseudoidylle im österreichischen Brauchtum. (ImPulsTanz Wien)

Auf experimentelle Weise bedienen sich die vier Performer und Musiker traditioneller alpiner Livemusik, diverser Gruppentänze und ritueller Praktiken, die jedoch befreit werden von Konservativismus und Konventionen. Simon Mayer etabliert eine neuartige Fusion aus künstlerischen Neuinterpretationen und temporären sozialen Bedeutungszuschreibungen.