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Airan Berg neuer künstlerischer Leiter des Festivals der Regionen – 27.9.2017

Der Vorstand des FESTIVALS DER REGIONEN bestellt Airan Berg zum neuen künstlerischen Leiter. Damit folgt der in Tel Aviv gebürtige, internationale Regisseur und Theatermacher Gottfried Hattinger nach und wird im Doppel mit der kaufmännischen Leiterin Barbara Mitterlehner die Geschicke des FESTIVALS DER REGIONEN lenken. Beim heutigen Pressegespräch in Linz wurde Berg vom oberösterreichischen Landeshauptmann Thomas Stelzer präsentiert.

„Mit Airan Berg konnte eine Persönlichkeit von internationalem Renommee gewonnen werden. Durch seine Tätigkeit als künstlerischer Leiter der Darstellenden Kunst von Linz09 ist eine besondere Affinität und Nähe zur oberösterreichischen Kunst- und Kulturlandschaft gegeben, die eine gute Basis darstellt, um neue Weichen für das FESTIVAL DER REGIONEN zu stellen“, so der Landeshauptmann heute anlässlich der Bestellung.

Internationale Reputation und vielfältige künstlerische Erfahrung

Für die Position der künstlerischen Leitung waren 70 Bewerbungen, mit insgesamt 90 Beteiligten aus dem gesamten deutschsprachigen Raum eingegangen. 12 BewerberInnen wurden im Vorsommer zu Hearings eingeladen. „Das große Interesse für die Stelle der künstlerischen Leitung bestätigt die internationale Verankerung und Bedeutung des FESTIVALS DER REGIONEN“, freut sich FDR-Vorständin Dagmar Höss. „Airan Berg konnte uns mit seinen konzeptuellen Überlegungen zu Partizipation, Involvierung und Teilhabe, seiner internationalen Reputation sowie vielfältiger künstlerischer Erfahrung überzeugen, was für die künftige inhaltliche Ausrichtung Einiges erwarten lässt“, so Vorstandsobfrau Susanne Blaimschein zur Neubesetzung.

Für seine neue Aufgabe bringt Berg beachtliche internationale Expertise mit: Als Absolvent der American International School in Wien und der Brown University in Providence / USA, sammelte Berg als Assistent von Harold Prince am Broadway in New York erste Theatererfahrungen. In Österreich war Berg von 2001 bis 2007 künstlerischer Geschäftsführer des Wiener Schauspielhauses sowie künstlerischer Leiter der Darstellenden Künste von Linz09. In der letzten Spielzeit konzipierte und leitete Airan Berg das „StadtRecherchen“-Projekt am Wiener Burgtheater. Weitere berufliche Stationen: Zahlreiche internationale Regie- und Kulturmanagement-Engagements, etwa beim Istanbuler iDans-Festival, Geschäftsführung des Mannheimer kulturellen Stadtentwicklungsprojektes Kultur.Raum.Stadt., sowie internationaler künstlerischer Berater für Valletta, Kulturhauptstadt Europas 2018. Als Mitbegründer der Initiative „Hunger auf Kunst und Kultur“ – gemeinsam mit der Armutskonferenz – setzte Berg auch einen wichtigen Schritt für niederschwelligen und unbürokratischen Zugang zu Kunst und Kultur für Menschen, die unter der Armutsgrenze leben.

Die künstlerische Leitung des FESTIVALS DER REGIONEN ist eine wunderbare Herausforderung für mich. Ich kehre in eine Region zurück, in der ich sehr gerne gelebt und einen wichtigen Abschnitt meines professionellen Lebens verbracht habe. Ich freue mich darauf, in meiner Arbeit für das FESTIVAL DER REGIONEN partizipatorische, interdisziplinäre wie inklusive Arbeitsansätze weiterzuführen und auszubauen und damit neue inhaltliche Akzente zu setzen“, so Berg.

Ideen und Stoßrichtungen für das FESTIVAL DER REGIONEN

Bei der künftigen künstlerischen Ausrichtung schwebt Berg eine dynamische Verknüpfung von Bewährtem mit neuen Ideen vor: „Um das FESTIVAL DER REGIONEN, das in all den Jahren erfolgreich positioniert und aufgebaut wurde, als unverwechselbares Kulturereignis fortzuschreiben, finde ich es wichtig Bewährtes aufzugreifen, zu hinterfragen und mit neuen Ideen zu versetzen“, so Berg.

Innovation und Interdisziplinarität

Folgende Merkmale und Stoßrichtungen stehen dabei im Zentrum der Überlegungen: Dem Bestreben innovative Zugänge und Denkweisen zu verfolgen auch weiterhin verpflichtet, liegt ein wesentlicher Fokus der künstlerischen Forschung nun auf der Verknüpfung von Kunst und Kultur mit Wissenschaft und Sozialem. Interdisziplinarität kommt so eine neue inhaltliche Facette zu und wird als Convergence Art zu einem zentralen Leitmotiv der Festival-Veranstaltungen: Theater- und Performance Art, Medienkunst, Musik und bildende Kunst bestimmen die Narration.

Involvierung

Involvierung, Partizipation und Teilhabe sind wichtige Schwerpunkte des FESTIVALS DER REGIONEN: Beziehungen sollen verstärkt und die lokale Bevölkerung bereits im Vorfeld eingeladen werden, sich an spezifischen Projekten des Festivals zu beteiligen. Neben persönlichem Empowerment soll dieser Zugang auch das Gefühl des Ownerships innerhalb der lokalen Bevölkerung verstärken und durch Teilnahme und Identifikation eine stärkere Anbindung an „ihr“ FESTIVAL DER REGIONEN schaffen. Ein Fundament stellt die Beziehungspflege mit PartnerInnen vor Ort dar, sowohl mit bestehenden Kultureinrichtungen, als auch mit Sozial- und Bildungseinrichtungen sowie Unternehmen.

Internationalität                                                                           

Weiterhin wesentlich ist die internationale Dimension des FESTIVALS DER REGIONEN, die mit internationalen Gästen und Partnerschaften auch im Zentrum des Programms stehen soll. Insbesondere durch Erfahrungsaustausch bei Koproduktionen mit lokalen und internationalen KünstlerInnen oder Workshops während des Festivals wird diese gelebt.

 

Zur Medieninfo (Presseunterlagen)

Livestream des Pressegesprächs auf dorf.tv

 

Druckfähiges Bildmaterial finden Sie im Pressebereich auf www.fdr.at

 

DAS FESTIVAL DER REGIONEN ist eines der bekanntesten und profiliertesten Festivals zeitgenössischer Künste und Kulturen in Österreich. Abseits städtischer Ballungsräume und Kunstzentren erkundet und erobert es alle zwei Jahre einen Ort oder eine Region in Oberösterreich. Aktuelle ortsspezifische Künste aus allen Sparten werden mit der kulturellen, gesellschaftlichen und geschichtlichen Identität der jeweiligen Region verknüpft und zu einem kommunikationsfreudigen und kritischen Festivalprogramm verdichtet. Zahlreiche Projekte in der Geschichte des Festivals stellten sich als beispielgebend für aktuelle Formen ortsspezifischer Kunst & Kultur, Kunst im öffentlichen Raum, Alltagskultur, Performance und partizipativer Praxis heraus, wobei sich aufwändige Großprojekte ebenso im Festivalprogramm fanden wie flüchtige Interventionen und soziale Prozesse. Die internationale Ausrichtung und Einbeziehung von Kulturschaffenden aus einem internationalen Umfeld erweiterten den Aktionsradius des Festivals und verstärkten seine ursprünglichen Ziele: Dezentrale Ausrichtung, zeitgenössische Relevanz bei hoher Qualität und Anstoß zur Veränderung.  www.fdr.at

 

Rückfragen:


Karoline Jirikowski-Winter
Festival der Regionen

Mobil: +43 (0) 650 38 55 275
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