Festival ahoi! Alle zwei Jahre taucht das Festival der Regionen in eine andere Region Oberösterreichs ein. Unter dem Motto „Eintauchen / Diving Deeper“ folgt das 18. Festival der Regionen von 11. bis 20. Juni 2027 der Donau stromaufwärts ab Linz. Mit Aschach a.d.D. als Festivalzentrum.
Die Donau als Festivalregion 2027
Mit der Donau rückt das Festival 2027 erstmals ein Gewässer in den Vordergrund. Als Schauplatz für künstlerische Projekte. Als Denkfigur für Bewegung, als Ausgangspunkt für Installationen und Interventionen. Als fluiden Raum mit Orten und Menschen, die vom Fluss und dem Leben am Fluss geprägt sind.
Festivalthema: “Eintauchen / Diving Deeper”
Wasser ist politisch. Die Donau verbindet. Sie verändert. Landschaften, Ökonomien, Gesellschaften. Strömung erzeugt Widerstand. Eintauchen bedeutet Berühren. Lasst uns den Fluss nicht als Kulisse lesen, sondern als Protagonistin sozialen, politischen und ökologischen Verhandelns. Tauchen wir ein in das Zusammenspiel von Menschen, Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen.
Festivalzentrum: Aschach a.d.D.
Es gibt Orte, die zwar an der Donau liegen, die aber kaum etwas oder nichts mehr mit ihr zu tun haben. In diesen Orten verschwindet der Fluss hinter Hochwasserbauten und Bundesstraßen. Und aus dem Bewusstsein. Im Unterschied dazu liegt der Ort Aschach mit 2226 Einwohner*innen unmittelbar und buchstäblich an der Donau. Diese Unmittelbarkeit prägt den Ort. Alltag und Geschichte von Aschach sind eng mit der Donau verbunden
Open Call
Das Festival der Regionen lädt Künstler*innen, Kulturinitiativen und Menschen mit kulturellem, sozialem, ökologischem und politischem Engagement ein, einmal mehr nicht mit dem Strom zu schwimmen.
Abgabeschluss für Projektideen ist der 30. April 2026.
Mehr zum Open Call erfährst du hier.
Auf häufig gestellte Fragen findest du hier Antworten.
Programmboard 2027
Das Programmboard trägt die kuratorische Verantwortung und wird für jede Festivalausgabe und spezifisch für jede Festivalregion neu bestellt. Es besteht aus vier Personen mit unterschiedlichen Schwerpunkten und künstlerischen Backgrounds. Das Programmboard formuliert das Thema und die Ausschreibung und ist zuständig für die Auswahl und die kuratorische Begleitung der Projekte.

von links: Elke Krasny, Simone Barlian, Adriana Torres Topaga, Fina Esslinger

Simone Barlian ist Künstlerin und Kuratorin aus Gmunden. Sie leitete den Programmbereich Bildende Kunst der Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl – Salzkammergut 2024, ist Teil des Kollektivs raumarbeiterinnen und arbeitet an der Kunstuniversität Linz. In ihrer kuratorischen Praxis beschäftigt sie sich mit räumlichen und gesellschaftlichen Transformationsprozessen, Leerständen und partizipativen Formaten im öffentlichen Raum. Ihre Projekte verbinden künstlerische Forschung, lokale Verankerung und experimentelle Raumstrategien.

Fina Esslinger ist Kunsthistorikerin, Kuratorin und Kunstproduzentin mit Schwerpunkt auf zeitgenössischer, konzeptueller und installativer Praxis sowie zeitbasierten Medien. Sie arbeitet für die Museen der Stadt Linz und verantwortet dort Digitalisierungs- und Transformationsprozesse im musealen Kontext. Zudem unterrichtet sie an der Kunstuniversität Linz. seit 2022 Obfrau des Vereins Festival der Regionen. Für die Ausgaben „Höchste Eisenbahn“ (2023–2024) und „Realistische Träume“ (2025) war sie Vorsitzende des Programmboards und prägt die programmatische Ausrichtung maßgeblich.

Elke Krasny ist Professorin an der Akademie der bildenden Künste Wien. In ihren Veröffentlichungen und kuratorischen Arbeiten beschäftigt sie sich mit Care, sozialer Reproduktion sowie Fragen sozialer, ökologischer und epistemischer Gerechtigkeit und von Erinnerungspolitik in Architektur, Urbanismus und zeitgenössischer Kunst. Gemeinsam mit Angelika Fitz entwickelte sie das Konzept der Critical Care, das Architektur in ihren infrastrukturellen und sozialen Dimensionen als Form von Care untersucht. 2023 erhielt sie den Gabriele-Possanner-Staatspreis.

Adriana Torres Topaga ist kolumbianische Künstlerin, Designerin und Forscherin. In ihrer Arbeit verbindet sie Kunst, Design und Performance und untersucht Zusammenleben, Körper, Migration und Machtstrukturen aus feministischen und dekolonialen Perspektiven. Der Körper dient dabei als Ort von Widerstand, Fürsorge und Wissensproduktion. Sie ist Mitglied von maiz – Autonomes Zentrum von und für Migrantinnen sowie des Vereins das kollektiv in Linz und Mitbegründerin der Plattform LAB ON STAGE, die feministische Perspektiven auf Körper, Raum, Material und Performance erforscht.
Regionalbeirat
Der Regionalbeirat ist ein beratendes Gremium aus Vertreter*innen der teilnehmenden Regionen. Er bringt lokale Perspektiven und Erfahrungen ein, unterstützt die Vernetzung zwischen Künstler*innen und den Gemeinden und trägt dazu bei, dass Festivalprojekte regional verankert, gesellschaftlich relevant und kulturell hochwertig umgesetzt werden. Der Regionalbeirat wird nach der Projektauswahl im Juni 2026 bestellt und im Anschluss bekannt gegeben.