FdR-Lokalaugenschein in Perg-Strudengau

Das Festival der Regionen macht 2019 unter dem Motto „Soziale Wärme“ Station in der Region Perg-Strudengau. Beim Lokalaugenschein am vergangenen Freitag nützten an die 100 Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit gemeinsam mit Festivalleitung und VertreterInnen der LEADER-Region einen ersten Eindruck von dieser zu gewinnen.

FDR 2019 mit „Sozialer Wärme“ in der Region Perg-Strudengau – 21.3.2018

(Ottensheim, 21. März 2018).  Das nächste FESTIVAL DER REGIONEN findet von 28. Juni bis 7. Juli 2019 unter dem Motto „Soziale Wärme“ in der LEADER-Region Perg-Strudengau statt. Damit öffnet sich das FESTIVAL DER REGIONEN, das in seiner 14. Ausgabe erstmals unter der künstlerischen Leitung von Airan Berg stattfinden wird, wie in seinen Anfängen der Region. Mit heute startet die internationale Ausschreibung, wo bis 20. Juni 2018 Projekte und Residencies eingereicht werden können. Das FESTIVAL DER REGIONEN ist seit 1993 eines der profiliertesten zeitgenössischen Kulturfestivals in Österreich und findet biennal an wechselnden Orten in Oberösterreich statt.

Was bedeutet Soziale Wärme in der heutigen Welt? Geht es bei Sozialer Wärme um Solidarität und Gemeinwohl? Was könnten Modelle Sozialer Wärme sein? Oder ist Soziale Wärme ein utopisches Konzept? Gemeinsam mit der Region soll die Auseinandersetzung mit dem Festival-Motto erfolgen, bei der für das FESTIVAL DER REGIONEN 2019 auch ein verstärkt partizipativer Zugang verfolgt wird.

Die Region Perg-Strudengau, eine der oberösterreichischen LEADER-Regionen, mit 24 Gemeinden im südöstlichen Mühlviertel, legt nicht nur aufgrund der östlichen Lage in Oberösterreich die Verbindung mit Sonne und Wärme nahe. Vielfältige Aktionen dieses LEADER-Clusters beschäftigen sich mit Wertschöpfung, Bewahrung und Schonung von natürlichen Ressourcen und kulturellem Erbe oder stellen Strukturen und Funktionen des Gemeinwohls ins Zentrum. Auch der kritische Umgang mit der Vergangenheit prägt Menschen wie Region: Die aus den drei Gemeinden Mauthausen, Langenstein und St. Georgen bestehende „Bewusstseinsregion“ setzt sich aktiv mit der in der Vergangenheit erfahrenen Stigmatisierung auseinander. Gesellschaftliche Involviertheit und aktiv-kritische wie zukunftsweisende Bewusstseinsbildung sind wichtige Triebkräfte.

Einladung zur Einreichung von Projekten und Residencies bis 20. Juni 2018

Im Rahmen einer internationalen Ausschreibung lädt das FESTIVAL DER REGIONEN Interessierte ein, sich bis 20. Juni 2018 in zwei Kategorien zu bewerben: Künstlerinnen und Künstler sowie Akteurinnen und Akteure können Projektevorschläge aus allen künstlerischen Bereichen und Genres einreichen. Darüber hinaus sollen Residencies die Entwicklung von Projekten vor Ort, in Kooperation mit lokalen StakeholderInnen und BürgerInnen ermöglichen. Vorhaben für ortsspezifische und partizipatorische Arbeiten werden bevorzugt, ebenso Konzepte, die sich mit dem Festival-Thema oder den gesellschaftlichen wie kulturellen Verhältnissen der Region beschäftigten. Willkommen sind KünstlerInnen aus den unterschiedlichsten Genres, die Interesse an Partizipation und Inklusion haben, sowie ExpertInnen aus den Bereichen Bildung, Wirtschat, Politik und Soziales. Alle Infos zur Ausschreibung finden Sie unter www.fdr.at

Lokalaugenschein und persönliche Gesprächstermine

Eine gute Möglichkeit, um die Region kennenzulernen, bietet sich am 25. Mai 2018 um 14 Uhr: Gemeinsam mit den Organisatorinnen und Organisatoren des Festivals und lokalen Vertreterinnen und Vertretern werden ausgewählte Schauplätze begangen. (Treffpunkt: Stadtplatz Perg, Anmeldungen bitte unter: office@fdr.at).

Für konkrete projektbezogene Fragen werden auch Gesprächstermine mit dem künstlerischen Leiter angeboten. Diese sind persönlich oder per Skype möglich. Anmeldung unter opencall@fdr.at

Neues Corporate Design

Neu ist auch das Corporate Design des FESTIVALS DER REGIONEN, für das sich die Kreativagentur Jung von Matt/Donau verantwortlich zeichnet. Inspiriert durch Wittgensteins Zitat „Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt“ galt es, Möglichkeiten von Ausdruckskraft und Sprache auszuloten und scheinbare Grenzen aufzubrechen: Auf typografischer und sprachlich-formaler Ebene bot sich für die Umsetzung ein ausgezeichnetes Reservoir, das im aktuellen Festival-Logo, in einer bunten Collage verschiedenster Glyphen Niederschlag fand. Beim ersten Anblick etwas fremd anmutend, offenbart sich jedoch mit bewusst eingenommener Betrachtungsdistanz
und einem Blick auf das Ganze eine Vertrautheit durch die stimmig-humorvolle Lösung. Diese wird durch die Schlichtheit der Umsetzung und die reduziert gehaltene Design-Ebene unterstützt, die den Blick auf das Wesentliche freimacht.

DAS FESTIVAL DER REGIONEN ist eines der profiliertesten Festivals für zeitgenössische Kunst und Kultur in Österreich. Abseits städtischer Ballungsräume und Kunstzentren beschäftigt es sich alle zwei Jahre mit einer Region oder einem Ort in Oberösterreich. Neben internationaler, überregionaler und lokaler Beteiligung von Kunstschaffenden werden Kooperationen mit Vereinen, Institutionen und engagierten Menschen angestrebt. Um das Festival im Ort zu verankern und Spuren zu hinterlassen sind Vermittlung, offene Dialoge und Verbindungen von Kunst und Alltagskultur prägende Strategien.

 

Förderer und Sponsoren

Land Oberösterreich, Bundeskanzleramt Österreich für Kunst und Kultur, Gemeinde Perg, LEADER-Region Perg-Strudengau, Schäfer Shop

 

Künstlerische Leitung: Airan Berg, Kaufmännische Leitung: Barbara Mitterlehner.

Vereinsvorstand: Susanne Blaimschein, Dagmar Höss, Gerald Priewasser-Höller.

Gestaltung: Jung von Matt/Donau

 

Für Rückfragen kontaktieren Sie bitte:

Karoline Jirikowski-Winter
Festival der Regionen

Marktplatz 12, A-4100 Ottensheim
Mobil: +43 (0) 650 38 55 275
presse@fdr.at
www.fdr.at

 

Präsentation von Katalog und Festival-Filmdokumentation 2017. Abschied von Gottfried Hattinger – 18.1.2018

Gestern, Donnerstag, wurden in Marchtrenk Katalog sowie Festival-Filmdokumentation des FESTIVALS DER REGIONEN 2017 präsentiert, doch war der Abend nicht nur ein Abschied von Marchtrenk, sondern auch vom künstlerischen Leiter Gottfried Hattinger, der das FESTIVAL DER REGIONEN nun nach vier Festivalausgaben verlässt.

Mit einer Lesung von Literatin und Festival-Chronistin Angela Flam, einem Screening der Festival-Filmdoku, der filmischen Projektdokumentation „Die Unbekannte“ von Amina Handke und einem mitreißenden Ständchen des Marchtrenker Musikvereins wurde das FESTIVAL DER REGIONEN 2017 in Marchtrenk lautstark in Erinnerung gerufen. Die witzig-groteske Moderation des Abends von Julius Deutschbauer und Barbara Ungepflegt sowie weitere künstlerische Beiträge, darunter eine musikalisch-literarische Intervention von Renald Deppe, Bodo Hell und Werner Zangerle ließen den Festival-Abschluss auch zu einer lebendigen Hommage an das humorvolle und künstlerische Miteinander der Hattinger-Ära werden. Zahlreiche WegbegleiterInnen und FreundInnen des FESTIVALS DER REGIONEN waren anwesend und machten den Abend zu einem schönen Fest.

Fingerspitzengefühl und „ein großes Fest der Künste“

Gottfried Hattinger hat das FESTIVAL DER REGIONEN mit einprägsamen Mottos in einzelnen Orten ankommen lassen (2011 „Umsteigen“ in Attnang-Puchheim, 2013 „Umgraben“ in Eferding, 2015 „Schichtwechsel – Hackeln in Ebensee“ u. 2017 „Ungebetene Gäste“ in Marchtrenk).
Mit Projekten von hoher Qualität, Fingerspitzengefühl und sensiblem Humor gelang es ihm dabei stets unprätentiös und unaufgeregt ein „Fest der Künste“ zu gestalten, das Bewohnerinnen wie Bewohner zu packen vermochte und BesucherInnen wie Beteiligten faszinierende und unvergessliche Momente bescherte.

Gottfried Hattinger wird weiterhin als „kultureller Auftrags- und Saisonarbeiter“ tätig sein.

Die 13. Ausgabe des FESTIVALS DER REGIONEN „Ungebetene Gäste“ machte in Marchtrenk von 30. Juni bis 9. Juli 2017 Station. 32 Projekte, unter der Mitwirkung von 200 Künstlerinnen und Künstlern, Akteurinnen und Akteuren aus 26 Ländern, darunter auch zahlreichen Beteiligten aus Marchtrenk luden zu einer lebendigen und impulsgebenden Auseinandersetzung mit dem Ort Marchtrenk und den Festivalthemen ein.

Der Katalog des FESTIVALS DER REGIONEN 2017 gibt mit stimmungsvollen Bildern und dokumentarischen Details Einblicke in das Festivalgeschehen. Begleitet und umrahmt wird dies von Beobachtungen und Gedanken von Festivalchronistin Angela Flam. Kataloggestaltung: Norbert Artner. Fotografie: Norbert Artner, Julia Vogt u.v.a. Redaktion: Gottfried Hattinger und Karoline Jirikowski-Winter. 200 Seiten. Preis € 25,- Vorbestellungen sind unter office@fdr.at möglich. Eine Übersicht von Verkaufsstellen finden Sie demnächst unter www.fdr.at

In Zusammenarbeit von SchülerInnen der NMS2 Marchtrenk, Regisseurin Liesa Kovacs und dem Medienkulturhaus Wels ist die Festival-Filmdokumentation 2017 entstanden, die einen lebendigen und neugierigen Blick hinter die Kulissen des FESTIVALS DER REGIONEN 2017 offeriert und einlädt, nochmals ganz unmittelbar in das Festivalgeschehen einzutauchen.

Zur Zukunft des FESTIVALS DER REGIONEN

Regisseur und Theatermacher Airan Berg folgte Gottfried Hattinger im September 2017 als künstlerischer Leiter nach und wird im Doppel mit der kaufmännischen Leiterin Barbara Mitterlehner die Geschicke des FESTIVALS DER REGIONEN lenken.
Die künftige inhaltliche Ausrichtung des Festivals steht derzeit im Zentrum der Überlegungen. Start der Ausschreibung für künstlerische Projekte für das FESTIVAL DER REGIONEN 2019 ist für das kommende Frühjahr geplant.

Pressebilder von Abschiedsfest und Katalog-Präsentation sowie vom Festival der Regionen 2017 finden Sie im Pressebereich unter www.fdr.at

DAS FESTIVAL DER REGIONEN ist eines der bekanntesten und profiliertesten Festivals zeitgenössischer Künste und Kulturen in Österreich. Abseits städtischer Ballungsräume und Kunstzentren erkundet und erobert es alle zwei Jahre einen Ort oder eine Region in Oberösterreich. Aktuelle ortsspezifische Künste aus allen Sparten werden mit der kulturellen, gesellschaftlichen und geschichtlichen Identität der jeweiligen Region verknüpft und zu einem kommunikationsfreudigen und kritischen Festivalprogramm verdichtet. Zahlreiche Projekte in der Geschichte des Festivals stellten sich als beispielgebend für aktuelle Formen ortsspezifischer Kunst & Kultur, Kunst im öffentlichen Raum, Alltagskultur, Performance und partizipativer Praxis heraus, wobei sich aufwändige Großprojekte ebenso im Festivalprogramm fanden wie flüchtige Interventionen und soziale Prozesse. Die internationale Ausrichtung und Einbeziehung von Kulturschaffenden aus einem internationalen Umfeld erweiterten den Aktionsradius des Festivals und verstärkten seine ursprünglichen Ziele: Dezentrale Ausrichtung, zeitgenössische Relevanz bei hoher Qualität und Anstoß zur Veränderung.