Internationaler Beirat unterstützt bei Projektauswahl für das Festival der Regionen 2017 “Ungebetene Gäste” in Marchtrenk/B1

280 Einreichungen erreichten die künstlerische Leitung des Festivals der Regionen nach Ende der Projektausschreibung Mitte Mai. Gemeinsam mit einem internationalen ExpertInnenboard wird nun eine Vorauswahl getroffen.

“Es ist eine Herausforderung, aus dieser Fülle an qualitativ-hochwertigen Einreichungen, die uns anlässlich der internationalen Ausschreibung erreicht hat jene 13-15% an Projekten auszuwählen, die das Festival letztlich ausmachen. Umso mehr freuen wir uns, dass wir für das Diskussionsforum zur Projektvorauswahl so versierte Persönlichkeiten gewinnen konnten”, freut sich Gottfried Hattinger, künstlerischer Leiter des Festivals der Regionen.

Verschiedenste und interdisziplinäre Positionen

Für den künstlerischen Beirat konnten dieses Mal Claudia Büttner (Kunsthistorikerin und Kuratorin, München), Mika Hannula (Kurator und Kritiker, Berlin) und Frank Motz (Kurator und Direktor ACC Galerie Weimar, Vertreter der Neuen Auftraggeber Thüringen) gewonnen werden. Damit sind verschiedenste und interdisziplinäre, kuratorische Positionen vertreten:

In ihrer Arbeit auf öffentliche Kunst spezialisiert, konzipiert und betreut Claudia Büttner Ausstellungen und Projekte im öffentlichen Raum, u.a. SkulpturProjekte in Münster (1997) und DreamCity in München (1999). 1999-2003 leitete sie kunstprojekte_riem, ein Modellprogramm für Kunst im öffentlichen Raum in München. Außerdem lehrte sie Kunstgeschichte 1990-1995 an der TU Berlin, 1999 an der TU München. Sie berät Kommunen international bei der Umsetzung von Kunstprogrammen, arbeitet in Jurys und Preisgerichten und ist als Gutachterin für das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtplanung tätig (6 Studien zur Kunst am Bau bei Bund, Privatunternehmen, Ländern, Geschichte der Kunst am Bau). Im Rahmen ihrer Lehr- u. Vortragstätigkeit war Büttner auch schon öfter in Linz zu Gast: 2002 als Gastprofessorin an der Kunstuniversität Linz und im vergangenen Jänner mit einem Vortrag im OK Lab.

Kurator und Kritiker für zeitgenössische Kunst Mika Hannula war in den Jahren 2000-2005 Direktor der Academy of Fine Arts, Helsinki und hielt von 2005-2012 einen Lehrstuhl für künstlerische Research an der Fakultät of Fine, Applied und Performance Arts der Universität Göteburg. Vorsitzender des KUNO-Akademie-Netzwerks. Seit 2012 Board Member der Helsinki Contemporary Gallery. Weiters Kurator des Estnischen Pavillons bei der Biennale von Venedig 2007 und Co-Kurator mit Branko Dimitrijevic des 53rd October Salon in Belgrade Good Life (2012). Hannula lebt und arbeitet in Berlin. www.mikahannula.com

Frank Motz ist Mitbegründer und Direktor der ACC Galerie Weimar, Zentrum für interdisziplinären Austausch und kritisch praktizierende Kommunikations- und Produktionsplattform (www.acc-weimar.de). Research-Tätigkeit für die Whitney Biennale 2002 in New York. Von 2002 bis 2014 künstlerischer Leiter des Kunstraums HALLE 14 im Kulturzentrum Baumwollspinnerei in Leipzig.

Auch Susanne Blaimschein, Obfrau des Festivals der Regionen zeigt sich über die Besetzung des künstlerischen Beirats erfreut: “Mit Claudia Büttner, Mika Hannula und Frank Motz treffen wir, als Vorstand (Dagmar Höss, Gerald Priewasser- Höller) und Teamleitung des Festivals der Regionen mit all den qualitativ hochwertigen Projekteinreichungen, auf interdisziplinäre ExpertInnen. Wir freuen uns auf lebendigen Diskurs und Input.”

Ausblick zu Auswahl und Programmgestaltung

Die Vorauswahl ist die Basis für die Programmgestaltung des Festivals der Regionen 2017 in Marchtrenk/B1. Die ersten inhaltlichen Strukturen werden im kommenden Herbst sichtbar sein.

Festival der Regionen 
Abseits städtischer Ballungsräume und Kunstzentren erkundet und erobert das FESTIVAL DER REGIONEN alle zwei Jahre eine Region oder einen Ort in Oberösterreich. Sensibilisierung für zeitgenössische Kunst und Kultur und Stärkung regionaler Initiativen im Feld der Kulturarbeit gehören zu den Zielen des Festivals. Neben internationaler, überregionaler und lokaler Beteiligung von Kunstschaffenden werden Kooperationen mit Vereinen, Institutionen und engagierten Menschen angestrebt. Um das Festival im Ort zu verankern und möglichst deutliche Spuren zu hinterlassen, sind Vermittlung, offene Dialoge und Verbindungen von Kunst und Alltagskultur prägende Strategien. Vor allem aber gilt, möglichst viele Menschen vor Ort anzusprechen und zu beteiligen ? und ein großes Fest der Künste zu feiern, wo inhaltliche Schärfe, künstlerische Substanz, Zusammenleben und Humor eine nachhaltige Liaison eingehen. www.fdr.at

Vom 30. Juni bis 9. Juli 2017 findet die 13. Ausgabe des Festivals der Regionen unter dem Motto “Ungebetene Gäste” in Marchtrenk/B1 statt.

 

 

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Keine ungebetenen Gäste: 280 Projektvorschläge für das Festival der Regionen 2017 in Marchtrenk/B1

Mit 280 Einreichungen von ProjektträgerInnen aus 26 Ländern, präsentiert sich das Festival der Regionen einmal mehr als international beachteter Fixpunkt und Aushängeschild für avancierte, kulturelle Arbeit abseits städtischer Ballungs- u. Kulturzentren. Unter dem Motto „Ungebetene Gäste“ soll von 30. Juni bis 9. Juli 2017 in Marchtrenk eine gesellschaftliche wie künstlerisch vielfältige Auseinandersetzung mit Aspekten des Flüchtens und der Bewegung, der Gastfreundschaft und des Ressentiments erfolgen und lebendiger gesellschaftlicher wie künstlerischer Dialog gefördert werden.

Keine ungebetenen Gäste: 280 Projektvorschläge für das Festival der Regionen 2017 in Marchtrenk/B1

Mit 280 Einreichungen von ProjektträgerInnen aus 26 Ländern, präsentiert sich das Festival der Regionen einmal mehr als international beachteter Fixpunkt und Aushängeschild für avancierte, kulturelle Arbeit abseits städtischer Ballungs- u. Kulturzentren. Unter dem Motto >>Ungebetene Gäste<< soll von 30. Juni bis 9. Juli 2017 in Marchtrenk und an der Bundesstraße 1 eine gesellschaftliche wie künstlerisch vielfältige Auseinandersetzung mit Aspekten des Flüchtens und der Bewegung, der Gastfreundschaft und des Ressentiments erfolgen und lebendiger gesellschaftlicher wie künstlerischer Dialog gefördert werden.

Gottfried Hattinger, künstlerischer Leiter des Festivals der Regionen in einem ersten Resümee zu Fristende der Ausschreibung: >>Wir freuen uns über die inhaltliche Bandbreite und, wie der erste Blick auch zeigt, Qualität der eingelangten Projekte. Die an das Festival-Motto >>Ungebetene Gäste<< unweigerlich geknüpfte gesellschaftskritische Auseinandersetzung ist in künstlerischer Vielfalt betrieben und als Herausforderung angenommen worden.<<

Auseinandersetzung mit Identitätsfacetten des Festivalortes und Kooperationen mit lokalen Kräften

Die einreichenden Künstlerinnen und Künstler haben sich in unterschiedlichster Weise mit den im Call vorgegebenen Themenaspekten beschäftigt und auf Identitätsfacetten des Festivalortes sowie künstlerisch-programmatische Strategien des Festivals der Regionen Bezug genommen. Zudem sind zahlreiche Projekte als Kooperationen mit lokalen Vereinen, Institutionen und engagierten Kräften konzipiert, dies trifft auch eine Programm- u. Produktionsstrategie, die das Festival der Regionen in besonderer Weise verfolgt und auszeichnet.

>>Aus dieser Fülle an Ideen gilt es nun ein kompaktes Festivalprogramm zusammenzustellen, das bei inhaltlicher Schärfe und künstlerischer Substanz auch Zusammenleben und Humor genügend Raum gibt<<, so Hattinger über seine kuratorischen Intentionen.

Diskussionsforum mit interdisziplinärem Beirat

Die Vorauswahl durch die Vorstände Susanne Blaimschein, Dagmar Höss und Gerald Priewasser-Höller sowie die künstlerische und kaufmännische Festivalleitung Gottfried Hattinger und Barbara Mitterlehner hat auch bereits begonnen.

Ende Juni ist ein interdisziplinäres Expertenboard einberufen, das den künstlerischen Leiter bei der Auswahl berät. Dieses Mal konnten Mika Hannula (Kurator und Kritiker, Berlin), Claudia Büttner (Kunsthistorikerin und Kuratorin, München) und Frank Motz (Kurator und Leiter ACC Weimar, Weimar) gewonnen werden. Bis Herbst sollen dann erste Programmstrukturen der 13. Ausgabe des Festivals der Regionen erarbeitet sein.
Die Ausschreibung 2017 im Überblick:

Gesamt Projektvorschläge: 280

Gesamt ProjektträgerInnen: 328

davon Österreich: *67%

davon international: 33%

* davon Wien: 39%
* Linz: 28%
* Rest OÖ: 19%
* Rest Ö: 14%

Marchtrenk (FDR 2017)_00681 (c) Norbert Artner

Expertise des Festivals der Regionen ist international gefragt!

Das Festival der Regionen konnte sich bereits bestens als internationaler Experte für die unterschiedlichsten Fragestellungen zu Strategien von Kunst im öffentlichen oder ländlichen Raum, Kuratierungs- und Festivalarbeit, sowie Vermittlung inhaltlicher Bezüge und Qualitäten positionieren. Wir freuen uns über anregende Netzwerkarbeit mit internationalen PartnerInnen und Gelegenheiten zu Wissenstransfer und internationalem wie interdisziplinären Austausch.