Über Marchtrenk

Die Geschichte von Marchtrenk ist seit jeher von Dynamik und demografischer Bewegung geprägt. Durch den Zuzug von damals sogenannten volksdeutschen Flüchtlingen und Heimatvertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg vergrößerte sich die EinwohnerInnenzahl innerhalb weniger Jahre um mehr als das Doppelte. Insgesamt hatte die Republik rund 1,650.000 Flüchtlinge, Vertriebene und Displaced Persons zu verkraften, die auch damals vielfach als „unerwünschte Elemente“ behandelt wurden. Mit dem Thema UNGEBETENE GÄSTE widmet sich das Festival der Regionen den Aspekten des Flüchtens, der Gastfreundschaft und den Feindseligkeiten, des Fluktuierens, Ankommens und Bleibens sowie dem kulturellen Umgang damit. Damit stellen sich Fragen nach gemeinsamer und gemeinschaftlicher Zukunft und der Konfrontation mit neuen „Nachbarschaften des Verschiedenen“. Neugierig sind wir auf künstlerische Bezugnahmen und Formulierungen zu den angesprochenen Themen; schließlich ist die Kunst auch nicht immer willkommener Gast im öffentlichen Raum und in der Gesellschaft.

Marchtrenk hat 12.954 EinwohnerInnen (Stand 1. Jänner 2016) und liegt unmittelbar an der Bundesstraße 1 zwischen den großen Städten Linz und Wels, wodurch sich weitere Bedeutungsfacetten des Festivalthemas eröffnen: Bewegung und Dynamik. Wir haben es mit einer wirtschaftlich, sozial und kulturell prosperierenden Gemeinde mit spürbarer Aufbruchstimmung und Offenheit für neue Akzente zu tun. Insofern ist das Festival der Regionen seitens der Stadt willkommener Gast. Entlang von Marchtrenk braust der Verkehr auf der B1. Das Gelände an den Rändern mit ihren Firmenarealen und Brachen wird in die Programmüberlegungen einbezogen.

 

Weitere Infos & Links:

Stadtgemeinde Marchtrenk 

Marchtrenk (Wikipedia)

Museumsverein Marchtrenk

http://www.youtube.com/watch?v=GDjEN5tZgwE

http://www.youtube.com/watch?v=MCbBbriWlsc

 

Literatur:

„Kriegsgefangenenlager Marchtrenk beeinflusst nachhaltig Ortsentwicklung“ 2009 ÖSK  (pdf)

„Kulturimport durch KgfLager Marchtrenk“, Hubmer 2009 ÖSK  (pdf)

„Grab Pezzin“ 2012, Stadtzeitung Marchtrenk (pdf)

Buchpräsentation „Das k.u.k. Kriegsgefangenenlager und der Kriegerfriedhof in Marchtrenk“ (pdf)

 

Marchtrenk in Bildern  (Copyright: Norbert Artner)

 

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