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Nachschau Tag 2 – 29. Juni 2019

ZAHLREICHE PROGRAMMHIGHLIGHTS AM ZWEITEN TAG DES FESTIVALS DER REGIONEN – Das Potential, die Freude und die offene Kommunikationsstruktur von zeitgenössischer Kunst im öffentlichen Raum

Der zweite Tag des Festivals der Regionen bot eine Vielzahl an Veranstaltungen und zahlreiche Möglichkeiten, die Künstler_innen und ihre Projekte kennen zu lernen. Beim Spaziergang durch Perg war die Essenz erlebbar, die jedes Festival der Regionen einzigartig macht: die Atmosphäre im öffentlichen Raum. Hier trifft Kunst und Kultur auf Besucher_innen, Passant_innen, Bewohner_innen. Hier wird neugierig geschaut und nachgefragt, von Projekt zu Projekt geschlendert, angeregt diskutiert. Hier kommt man miteinander in Kontakt. Hier spricht man durch Kunst, über Kunst mit der Kunst. Das Potential, die Freude, die offene Kommunikation von Kunst und Kultur im öffentlichen Raum machte den zweiten Tag des Festivals – jenseits einzigartiger Veranstaltungen und Programm – zu einem ganz besonderen Tag und sorgte für gute Stimmung in der Region! Das beste daran: noch erlebbar bis 7.Juli in Perg Strudengau, täglich beim Festival der Regionen!

Highlights des Tages:

Ein großartiger Erfolg und eine starke, politische und soziale Aussage über die Auswirkung des Anstiegs von Rechtspopulismus und Rechtsradikalismus: Die Uraufführung von „Die Gütigen“ vor der KZ-Gedenkstätte Mauthausen unter der Regie von Elli Papakonstantinou (GR) 

Das Theaterstück „Die Gütigen“ feierte heute unter Leitung der renommierten Theaterregisseurin Elli Papakonstantinou Weltpremiere. Im Stück traten Gedichte des griechischen Schriftstellers und KZ-Mauthausen Überlebenden Iakovos Kambanellis in Dialog mit „Die Gütigen“ aus der griechischen Tragödie „Orestie“ des Dichters Aischylos. Die Aufführung lud das Publikum ein, zusammen zu speisen, während es sich in einem Netz aus unterschiedlichen Geschichten einfand, in dem die Musik von Blaine Reininger eine tragende und verbindende Hauptrolle übernommen hat.

Weitere Vorstellungen „Die Gütigen“: 

30.06., 1.7., 2.7. Uhrzeit: 20:30 – 21:45 Ort: KZ-Gedenkstätte Mauthausen

Am 1.7. findet im Anschluss an die Vorstellung ein Gespräch mit Elli Papakonstantinou (Regisseurin „Die Gütigen“), Airan Berg (Festival der Regionen), Gudrun Blohberger (KZ Gedenkstätte Mauthausen) und Elena Strubakis (Übersetzerin „Die Freiheit kam im Mai“ von Iakovos Kambanellis) statt.


Der erste „Ruf gegen die Grenze“ wurde über die Donau in Grein/OÖ und Neustadtl/NÖ aufgeführt und zeigte, dass Grenzen auf sehr kreative Weise überwunden werden können 

Barbara Holub (AT) und Paul Rajakovics (AT) von transparadiso bauten zwei großformatige Megaphon-Objekte an den gegenüberliegenden Ufern der Donau auf. Daraus zu hören war ein experimentelles Text-/Musikstück, das als Grenz-Dialog aufgeführt wurde. Der Inhalt des Stücks wurde in Workshops mit Menschen aus Perg erarbeitet. Es stellte Fragen nach symbolischen oder gesellschaftlichen Grenzen, Ausgrenzungen, Abgrenzungen, Eingrenzungen und behandelte das Potential des Überwindens von Grenzen.

Weitere Aufführungen „Ruf gegen die Grenze“: 

Fr, 05.07, 18:30 – 19:30 Uhr, Ort: Kirche St. Nikola/OÖ, Badestrand Neustadtl/NÖ

So, 07.07., 16:30 – 17:30 Uhr, Ort: Schotterbank Poschachertraße Mauthausen/OÖ, Radwanderweg Enns-Pyburg/NÖ


Elisa Andessner erzählte beim Künstlerinnengespräch in der Ausstellung „Frauenwelten“ von ihren Begegnungen mit Frauen im Iran und der daraus entstehenden Arbeit „messages“ und warum sie dies dazu veranlasst hat, über Frauenrechte in Europa ausführlicher nachzudenken.

Die Ausstellung „Frauenwelten“ beschäftigt sich in künstlerischen Arbeiten mit dem Leben von Frauen im Iran und Irak. Elisa Andessner lebt in Linz, ist Performancekünstlerin und arbeitet im Bereich der Selbstauslöserfotografie. Sie ist mit ihrer Videoarbeit „messages“ und Fotografien in der Ausstellung vertreten. Ebenso in der Ausstellung zu sehen sind Fotoarbeiten der belgischen Fotografin Johanna de Tessierès, die Einblicke in das Leben und die Traditionen der religiösen und ethnischen Minderheit der Jesiden im Nordirak gewährt.

Die Ausstellung „Frauenwelten“ ist bis 7.7. täglich von 10 bis 22 Uhr im Festivalzentrum Kriegergut in Perg, Zeitling 16 zu sehen.

Fotos: Nick Mangafas