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Festival der Regionen 2017 „Ungebetene Gäste“ in Marchtrenk eröffnet – 30.6.2017

In Anwesenheit des Landesrat Max Hiegelsberger (in Vertretung von Landeshauptmann Thomas Stelzer) und dem Marchtrenker Bürgermeister Paul Mahr wurde das Festival der Regionen 2017 unter dem Motto „Ungebetene Gäste“ vergangenen Freitag im KulturRaum TRENKs in Marchtrenk eröffnet.

 „Unter dem Motto „Ungebetene Gäste“ wird mit den künstlerischen Arbeiten ein breites Spektrum von Themen wie Mobilität, Flüchten, Eskapieren, Invasion, Fremdsein, aber auch Gastfreundschaft und Willkommen verhandelt. Und schließlich ist auch das Festival der Regionen selbst so etwas wie eine Invasion in Marchtrenk.“ so Gottfried Hattinger, Künstlerischer Leiter des Festivals der Regionen anlässlich der Eröffnung.

In einer Videobotschaft betonte Bundesminister Thomas Drozda die Bedeutung des Festivals der Regionen, gesellschafts- und sozialkritische Fragen zu stellen und abseits kultureller Ballungszentren zeitgenössische Kunst und Kultur zu produzieren. „Ganz Oberösterreich – ein Spielort des Festivals der Regionen“, so Landesrat Max Hiegelsberger und verwies auf die Vielzahl der thematischen Schwerpunkte und Regionen, die das Festival der Regionen im Laufe seines 24-jähren Bestehens in Oberösterreich bereits thematisiert und bespielt hatte. „Das Festival der Regionen hat uns bereits bei seinen Vorbereitungen verschiedene neue Blickwinkel auf Marchtrenk präsentiert. Die Teilnahme von Beteiligten aus der Stadt Marchtrenk bei einigen Projekten hat in der Bevölkerung die Neugierde auf das Festival der Regionen bestärkt, aber auch Diskussionsstoff geboten.“, so der Bürgermeister von Marchtrenk, Paul Mahr.

Mit Musikstücken aus dem „Klingenden Haus“ von Götz Bury und Werner Zangerle, unter Mitwirkung des als Marchtrenk Chamber Arts Ensemble agierenden Marchtrenker Musikvereins, gab es eine humorvoll-musikalische Untermalung mit aus Küchenspülblech hergestellten Streichinstrumenten, Alphörnern aus Kanalrohren und Farbkübel- und Regenfasstrommeln. Die Festrede von Politikwissenschaftlerin und Journalistin Sibylle Hamann lud zu konkreteren Gedanken darüber ein, was eine Auseinandersetzung mit Fremde und Fremden bedeuten und bewirken könne: „“Ungebetene Gäste“ sind eine Zumutung. Aber eine fruchtbare Zumutung. Sie zwingen einen dazu, das eigene Haus mit fremden Augen zu sehen“, so Hamann und resümierte – auch mit persönlichen Gedanken und Erfahrungen – was dies in der Bewältigung und Auseinandersetzung mit der Flüchtlingskrise bedeuten könne. Ein Making-of des Festivalaufbaus von dorf-tv gab Einblick in die Vorbereitungs- und Aufbauarbeiten des Festivals der Regionen, die die Moderatorin des Abends, Performerin Barbara Ungepflegt augenzwinkernd als „akkurat routiniert, um nicht zu sagen gewohnt dilettantisch präzise“, bezeichnete.

Auf den großen Schwerpunkt künstlerischer Vermittlungsarbeit beim Festival der Regionen und den partizipativen Ansatz zahlreicher Festival-Projekte verwiesen Susanne Blaimschein und Dagmar Höss vom Vorstand des Festivals der Regionen: „Das Festival der Regionen möchte die ansässige Bevölkerung involvieren und integrieren, zum Nachdenken bringen, zumindest aber neugierig auf zeitgenössische Kunst machen. Internationale bedeutende KünstlerInnen interagieren mit der Bevölkerung und kulturellen Kräften vor Ort über einen langen Zeitraum, in Prozessen und mit sichtbaren Ergebnissen, die nachhaltige Diskussionsprozesse in Gang bringen.“

Dabei sprachen sie auch dem scheidenden künstlerischen Leiter Gottfried Hattinger ihren Dank für seine Arbeit aus.

Bereits am Nachmittag gab es Möglichkeit, gemeinsam mit dem Festivalteam bei einem Parcours durch den Stadtraum, die Festivalprojekte zu besuchen. Viele Besucherinnen und Besucher nützten die Gelegenheit und waren nach dem Willkommen im Festivalzentrum zu den zahlreichen Vernissagen im Stadtraum, im Alten Kino (Linzer Straße 31), in Marchtrenks Wahrzeichen, dem Wasserturm sowie zum Konzert des „Klingenden Hauses“ im Hort 2 (Heimstättenstraße 6) unterwegs.

Der Abend stand auch ganz im Zeichen von Marta Górnickas „Hymn to Love“, „einem Stück über ein Europa, das die Reihen schließt“, das als Österreichische Erstaufführung im KulturRaum TRENK.S gegeben wurde. Mit der von Musikerin und Medienkünstlerin Karin Fisslthaler alias Cherry Sunkist gehosteten Party im Festivalzentrum klang der Abend schließlich bei elektronische Klängen stimmungsvoll aus.

 

Das erste Festivalwochenende im Überblick

Programmdetails www.fdr.at

 

Samstag, 1. Juli

 

Ausstellungen und Installationen von 10 bis 20 Uhr geöffnet!

 

08:30 Uhr Frühfernsehen von Refugee Linz TV / Refugee Open TV

Festivalzentrum

 

14 Uhr Faltin / Heistinger / Horwich:

Magic Moments in Marchtrenk

Abfahrt Stadtplatz

 

15 Uhr Geführter Festivalrundgang (Dauer ca. 1,5 Stunden)
Start bei Festivalzentrum

 

15 Uhr Kepler Salon: Palaver zum

Festivalauftakt

Mit gebetenen und überraschenden

Gästen, Festivalzentrum

 

16 Uhr Götz Bury: Das klingende Haus

Heimstättenstraße 6 (Hort 2)

 

18 Uhr Faltin / Heistinger / Horwich:

Magic Moments in Marchtrenk

Abfahrt Stadtplatz

 

18 Uhr Geführter Festivalrundgang (Dauer ca. 1,5 Stunden)
Start bei Festivalzentrum

 

18 Uhr Kunstvermittlungsangebot „Blind Date“
Start bei Festivalzentrum

 

20:30 Uhr Kreisky

Festivalzentrum

 

22 Uhr Amina Handke: Die Unbekannte

Spar-Kreuzung: Sparstraße / Schafwiesenstraße

 

 

Sonntag, 2. Juli

 

Ausstellungen und Installationen von 10 bis 20 Uhr geöffnet!

 

08:30 Uhr Frühfernsehen von Refugee Linz TV / Refugee Open TV

Festivalzentrum

 

14 Uhr Faltin / Heistinger / Horwich:

Magic Moments in Marchtrenk

Abfahrt Stadtplatz

 

15 Uhr Kepler Salon: Palaver „Im

Zwischenraum“

Mit Anja Westerfrölke

Festivalzentrum

 

17 Uhr Götz Bury: Das klingende Haus

Heimstättenstraße 6 (Hort 2)

 

17 Uhr Raum & Designstrategien /

Kunstuniversität Linz:

Wanderuni in Marchtrenk

Stadtplatz

Eröffnung der Ausstellung

 

18 Uhr Faltin / Heistinger / Horwich:

Magic Moments in Marchtrenk

Abfahrt Stadtplatz

 

18 Uhr Amina Handke: Die Unbekannte

Spar-Kreuzung: Sparstraße / Schafwiesenstraße

 

20 Uhr Simon Mayer: Sons of Sissy

KulturRaum TRENK.S

 

FESTIVAL DER REGIONEN

Abseits städtischer Ballungsräume und Kunstzentren erkundet und erobert das Festival der Regionen alle zwei Jahre eine Region oder einen Ort in Oberösterreich. Sensibilisierung für zeitgenössische Kunst und Kultur und Stärkung regionaler Initiativen im Feld der Kulturarbeit gehören zu den Zielen des Festivals. Neben internationaler, überregionaler und lokaler Beteiligung von Kunstschaffenden werden Kooperationen mit Vereinen, Institutionen und engagierten Menschen angestrebt. Um das Festival im Ort zu verankern und möglichst deutliche Spuren zu hinterlassen, sind Vermittlung, offene Dialoge und Verbindungen von Kunst und Alltagskultur prägende Strategien. Vor allem aber gilt, möglichst viele Menschen vor Ort anzusprechen und zu beteiligen – und ein großes Fest der Künste zu feiern, wo inhaltliche Schärfe, künstlerische Substanz, Zusammenleben und Humor eine nachhaltige Liaison eingehen.

 

 

 

Druckfähige und honorarfreie Fotos zu den Eröffnungsfeierlichkeiten sowie zu einzelnen Projekten finden Sie unter www.fdr.at

 

 

Das Festival der Regionen auf Facebook 

 

 

 

Für Rückfragen kontaktieren Sie bitte:

 

Karoline Jirikowski-Winter 

Festival der Regionen

Marktplatz 12, A-4100 Ottensheim
Mobil: +43 (0) 650 38 55 275
presse@fdr.at
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