Festival der Regionen 2021

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2021 konzentriert sich die 15. Ausgabe des Festivals der Regionen auf den oberösterreichischen Teil des historischen Salzkammerguts – zwischen Bad Ischl und
Obertraun.

Das Festival der Regoinen lädt erstmals Künstler*innen zu drei Residencies ein,
in deren Rahmen sie gemeinsam mit der Bevölkerung vor Ort Projekte entwickeln und
umsetzen werden. Die beteiligten Künstler*innen werden aufgrund des Forschungscharakters des Arbeitsprozesses KulturNaut*innen genannt.

Das neue Format wird in Form von drei Arbeitsphasen umgesetzt:

Erste Residency (9. bis 18. Oktober 2020): Recherchephase
Zweite Residency (18. bis 31. Jänner 2021): Projektdefinition
Dritte Residency (4. Mai bis 4. Juli 2021): Projektumsetzung und-präsentation

Mit dem Thema Unter Tag/Underground greift das Festival einen Begriff auf, der
die Lebensrealität vieler Menschen, die in den Salzbergwerken des Salzkammerguts gearbeitet haben, widerspiegelt. Mit der Arbeit Unter Tag assoziieren wir
schwere körperliche Arbeit unter extremen Bedingungen und ständiger Gefahr.
Gleichzeitig bringt die Arbeit im Bergwerk auch etwas Wertvolles an die Oberfläche.
Dieser historische Bezug zur Region Salzkammergut dient als Ausgangspunkt für
das Festival der Regionen. Der Begriff „Unter Tag“ wird um Dimensionen jenseits des Zusammenhangs mit Bergbau erweitert. Mögliche Assoziationen sind
unter anderem:

• Ziviler Protest und Widerstandsaktivitäten;
• Verbesserungsmöglichkeiten für Arbeits- und Lebensbedingungen;
• unausgesprochene Konflikte oder Themen;
• konkrete Bedürfnisse und Träume der Bevölkerung für ihre Region;
• Auswirkungen der Klimaveränderung auf die Region;
• Präsentation und Stärkung der lokalen Undergroundkultur, von Alternativszenen, Gegenkulturen, Subkulturen oder Protestbewegungen.

Mittlerweile hat die Realität in Form der COVID-19-Pandemie das Festivalthema
überholt und zwingt die Bevölkerung – nicht nur dieser Region – in einen sogenannten Untergrund, der unsere Lebensbedingungen erschwert und unsere Existenzen bedroht.

Aus mehr als 400 Einreichungen wurden folgende Künstler*innen ausgewählt:

Anton Burger  – Musiker & Geiger
Teresa Distelberger  – Filmemacherin & Artistic Researcher
Franziska Fleischanderl – Musikerin
Duncan Graham – Theater- & Drehbuchautor
Markus Jeschaunig  – Bildender Künstler & Architekt
Jane Kennedy  – Multimedia Storyteller & Filmemacherin
Romy Kolb –  Dance Artist
Betül Seyma Küpeli – Bildende Künstlerin, Architektin & Singer/Songwriter
Efva Lilja –  Choreografin, Bildende Künstlerin & Artistic Researcher
David Maayan – Theatermacher
Fariba Mosleh  – Kuratorin
Florian Nitsch – Bildender Künstler
Bashir Qonqar  – Bildender Künstler & Filmemacher
Magdalena Stammler – Autorin
Roger Titley – Gestalter, Designer & Animationskünstler
Luisa Ungar  – Ronderos Bildende Künstlerin
Katarzyna Winiecka – Künstlerin & Aktivistin
Wong Hoy Cheong – Bildender Künstler

Von 9. bis 18. Oktober erforschten die KulturNaut*innen die Region und treffen unterschiedliche potenzielle Projektpartner*innen, Kultur- und Sozialarbeiter*innen und Künstler*innen. Sie besuchten diverse Initiativen und mögliche Aufführungs- und Präsentationsorte. Gleichzeitig begaben sie sich auf die Spurensuche nach historischen und aktuellen Be- sowie Gegebenheiten der Region.

In der räumlichen Enge finden im Salzkammergut viele unterschiedliche Lebensentwürfe, Dialekte und Sprachen, Meinungen und Religionen Platz. Die KulturNaut*innen aus verschiedenen Sparten und Ländern werden die Bedürfnisse, Träume und Ideen der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen zu Tage fördern mit dem Ziel, gemeinsam mit ihnen zukünftige Visionen für die Region zu erarbeiten und zu präsentieren.

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