Festival der Regionen


Umgraben

  • 7. - 16. Juni 2013

  • Eferding

Über das Festival der Regionen

Festival der Regionen – Ortsspezifische Kunst und Kultur

Das Festival der Regionen ist eines der profiliertesten zeitgenössischen Kulturfestivals in Österreich. Es findet seit 1993 alle zwei Jahre an wechselnden Orten im österreichischen Bundesland Oberösterreich (Hauptstadt: Linz) statt und hat sich seither zu einer zeitgenössischen Schwerpunktveranstaltung für aktuelle, ortsspezifische Kunst und Kultur entwickelt.

An der Nahtstelle von Kunst und Alltagsleben beziehen die Projekte des Festivals die jeweiligen Lebensräume und ihre Bevölkerung in die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen, politischen und künstlerischen Fragestellungen ein. Abseits der Zentren verbindet das Festival der Regionen zeitgenössische Kulturarbeit und Kunstformen mit lokalen Geschichten, Problemstellungen und Eigenheiten.

Das Festival der Regionen präsentiert ausschließlich eigens für das Festival produzierte oder in der Schwerpunktregion entstandene Projekte und orientiert sich international an einem zeitgenössischen Kulturbegriff, der Kunst, Wissenschaft und soziale Praktiken ebenso umfasst, wie Verknüpfungen zu Alltagskultur und interdisziplinärer Zusammenarbeit. Erklärte Ziele sind die Intensivierung der Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst & Kultur außerhalb der städtischen Zentren durch die Zusammenarbeit von KünstlerInnen und Kulturschaffenden mit lokalen Kulturinitiativen und der Bevölkerung.

Für jedes Festival der Regionen erarbeiten der Vorstand und die Festivalleitung ein Thema, in dem sich gesellschaftspolitische, ästhetische und regionale Fragestellungen verknüpfen. In der Vorphase erfolgt eine öffentliche Ausschreibung des Themas und die Festlegung einer oder mehrerer Schwerpunktregionen oder -orte in Oberösterreich. Kulturschaffende in allen gesellschaftlichen Bereichen sind ohne Einschränkung zur Entwicklung von Projekten eingeladen. Herkunft, Beruf und Wohnort der Beteiligten treten als Kriterien hinter die Qualität der Projektvorschläge und die zu erwartende Relevanz für Publikum und Fachwelt zurück.

Der Vorstand und der Leiter des Festivals der Regionen unternehmen mit Unterstützung eines unabhängigen, international besetzten Programmbeirates eine Vorauswahl. Aufbauend auf dieser Vorauswahl erfolgt die Programmgestaltung durch den Festivalleiter in Kooperation mit den lokalen KooperationspartnerInnen. Direkteinladungen und Projektaufträge ergänzen und erweitern das Programm.

Themen 1993 bis 2009

Festival der Regionen 1993 “Das Fremde”
Festival der Regionen 1995 “Heiße Heimat”
Festival der Regionen 1997 “Kunst.Über.Leben – Entdeckungsreisen zu Alltagswundern”

Festival der Regionen 1999 “Randzonen”

Festival der Regionen 2001 “Das Ende der Gemütlichkeit”
Festival der Regionen 2003 “Die Kunst der Feindschaft”
Festival der Regionen 2005 “Geordnete Verhältnisse”
Festival der Regionen 2007 “Fluchtwege und Sackgassen”

Festival der Regionen 2009 “Normalzustand”

Festival der Regionen 2011 „Umsteigen“

In der Umsetzung der Vorhaben stehen für das Festival der Regionen die möglichst aktive Einbeziehung lokaler PartnerInnen und die direkte Kommunikation zwischen den ProjektträgerInnen und ihren KooperationspartnerInnen vor Ort im Vordergrund. Verantwortlich für das Gesamtprogramm ist der unabhängige Verein “Festival der Regionen” mit finanzieller Unterstützung vor allem des Landes Oberösterreich, des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur der Republik Österreich, der Stadt Linz und von Sponsoren.

Zahlreiche Projekte in der Geschichte des Festivals stellten sich als beispielgebend für aktuelle Formen ortsspezifischer Kunst & Kultur, Kunst im öffentlichen Raum, Alltagskultur, Performance und partizipativer Praxis heraus, wobei sich aufwändige Großprojekte ebenso im Festivalprogramm fanden wie flüchtige Interventionen und soziale Prozesse. Die zunehmende überregionale Ausrichtung und die Einbeziehung von Kulturschaffenden aus einem internationalen Umfeld erweiterten den Aktionsradius des Festivals und verstärken seine ursprünglichen Ziele: dezentrale Ausrichtung, zeitgenössische Relevanz bei hoher Qualität und Anstoß zur Veränderung.