Festival der Regionen


Umgraben

  • 7. - 16. Juni 2013

  • Eferding

Projekte

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    • 1) Eröffnung
    • Feierliche Eröffnung des Festivals der Regionen 2013 im Bräuhaus Eferding.
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    • 2) Ads (Eferding)
    • „Woran glauben Sie?“ – Diese Frage richtet der Theaterregisseur Richard Maxwell an zwanzig Bürgerinnen und Bürger aus Eferding, deren Statements gefilmt und als 3-d-Projektionen auf die Bühne gebracht werden. „Ads“ (= Advertise) bietet den Mitwirkenden aus verschiedenen Altersgruppen und Berufen die Möglichkeit, ihre persönlichen Überzeugungen öffentlich auszusprechen. Sie bekommen drei Minuten Zeit für ihre Botschaft, auf die keinerlei Einfluss genommen wird; die einzige Bedingung ist Aufrichtigkeit. „Mit ihren Antworten öffnen uns die Mitwirkenden ein Fenster auf ihre Stadt. Wir lernen auf diese Weise eine Gemeinschaft mit ihren vielfältigen Meinungen und Interessen kennen.“ (Richard Maxwell)
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    • pepper-rattle_creditAnnaStoecher
    • 3) Gemüseorchester
    • Das Gemüseorchester spielt auf Instrumenten, die aus frischem Gemüse hergestellt sind. Aus verschiedensten Sorten werden originelle tönende Utensilien kreiert, mit denen das Ensemble ein musikalisch und ästhetisch einzigartiges Klanguniversum entstehen lässt, das sich in einem weiten Spektrum an Stilen austobt. Das Gemüse kommt diesmal natürlich aus Eferding. „Sie bedienen Plattenspieler mit Bohnenschoten, machen aus Karotten Flöten und zerschmettern in Jimi-Hendrix-Manier Kohlköpfe auf der Bühne. Der Sound dieses Gemüse-Orchesters ist einzigartig.“ (RP online)
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    • 4) 300 Stimmen
    • Namhafte Komponistinnen und Komponisten schrieben a-capella-Stücke für das Festival der Regionen, das die Auftragswerke mit dem Ziel vergeben hatte, Aufmerksamkeit und Bewusstsein für aktuelles Musikschaffen bei Laienchören und Publikum zu fördern. An diesem Abend wird ein breites Spektrum an zeitgenössischer Chormusik geboten, verbunden mit einem fulminanten Abschluss, an dem sich alle beteiligten Chöre zu einem 300stimmigen „Locus iste“ vereinigen und den Kirchenraum zum Vibrieren bringen werden.
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    • 5) Cosmic Cucumbers
    • Kosmische Gurken: Eine Gurkenzivilisation aus einer fernen Galaxie entdeckt Eferding als ein Zentrum der terrestrischen Gurkenkolonie. Ein multidisziplinäres Projekt, bei dem die Geschichte der Stadt und ihrer Bewohner mit parawissenschaftlichen und künstlerischen Methoden von den außerirdischen Invasoren erforscht und dokumentiert wird. Ein großes Fest mit Film, Theater, Konzert, Ausstellung und einer Gurkenparty. Das Projekt wird von Teatr Cinema und assoziierten Künstlern mit aktiver Beteiligung von Eferdingerinnen und Eferdingern realisiert. Jeden Abend werden die Geschehnisse des Tages an verschiedenen Orten präsentiert.
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    • 6) Einkochen
    • Den Rabtaldirndln ist die Landlust vergangen. Eingekocht haben sie genug, selbst gemacht haben sie alles, gerechnet hat es sich nie. Wenn du die eigene Arbeit nicht in Rechnung stellen darfst, dann lohnt es sich einfach nicht. Sie haben es satt, ab jetzt lassen sie einkochen. Es gibt Knecht Bodo, Marmelade sowie Eingelegtes. Der Trend „Zurück zur Natur“ bedeutet einen feministischen Rückschritt. Der Satz: „Ich tu es ja gern!“ wird als Notlüge entlarvt. Die Rabtaldirndln verkaufen in ihrem alten Ford Transit Waren mit gesellschaftlicher Kostenwahrheit. Sie präsentieren die Beweisstücke des Leids und der Ausbeutung. Solidaritätsbekundungen und das Theaterstück „Die Generalversammlung“ finden statt.
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    • social_wirtshaus_web
    • 8) Social Wirtshaus Web
    • Das ehemalige Gasthaus Zur blauen Traube mitsamt Gaststube, Küche, Saal, Keller und Garten fungiert 3 Tage lang als Ort künstlerischer Interventionen: Ausstellen, Klänge generieren, Kochen, Essen, Reden, Senden. In all diesen Aktionen stehen die verschiedensten Formen des „Erzählens“, des Produzierens von potenziell mythologischer Wirklichkeit DIESER Stadt und DIESES Ortes im Mittelpunkt. Im „Social Wirtshaus Web“ geht es um die Übertragung ehemaliger Funktionen dieses Ortes – Kommunikation, Networking, Mythenproduktion – in die heutige soziale Wirklichkeit. Mit Installationen, Performances, kulinarischen und sozialen Inszenierungen wird der Gasthof Schritt für Schritt geöffnet und wird betretbar und erlebbar gemacht, bis schließlich dessen „Social Noise“ die Mauern zum Stadtraum durchdringt.
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    • kunstinspektion_Web
    • 9) Kunst-Inspektion 2
    • Die Kunstinspektion 2 bezieht in Eferding Posten und fordert die Bevölkerung von Eferding auf, Missstände oder Verdächtigungen jeglicher Art zur Anzeige zu bringen. Es kann sich dabei um Kunst- bzw. Kulturanzeigen handeln, es kann der Hund oder der Garten des Nachbars angezeigt werden, das Monopol einer Bank am Ort usw. Deutschbauer, Jagerhofer und Ungepflegt ermitteln – allen Anzeigen wird nachgegangen! Auf Patrouillen durch Eferding werden BürgerInnen direkt angesprochen; das Wachzimmer steht allen offen. Zusätzlich finden Veranstaltungsabende statt: die angezeigten Tatbestände und Delikte liegen zur Einsicht auf und werden öffentlich verhandelt.
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    • 10) Tratsch (Gossip)
    • Die Künstlerin trifft in den Monaten vor der Ausstellungseröffnung mit einigen Menschen aus der Stadt zusammen, um sie kennenzulernen und um Tratsch oder Gerüchte von ihnen und über sie herauszufinden. Die Rollen werden dann in den Filmen von Schauspielern gespielt, die die Gerüchte über die Geheimnisse Eferdings darstellen. Diese Filme sind auf Schaufenster im Zentrum Eferdings zu sehen. Man wird nicht genau identifizieren können, von wem im Tratsch die Rede ist, oder ob er wahr ist; aber man kann möglicherweise erraten, um wen es sich handelt. Oder auch nicht –, es wird auf jeden Fall interessant sein zu spekulieren. Und man wird sich unausweichlich die Frage stellen, ob die Tratschgeschichten wahr sind. Sind sie es jemals?
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    • 11) Retour
    • Tausende Menschen verlassen für längere Zeit ihre Heimatländer, um auf österreichischen Feldern zu arbeiten – für ein Einkommen, das Einheimische kaum akzeptieren würden. Der Film „Retour“ begleitet ausländische ErntehelferInnen bei der Arbeit in Eferding und in der Lebensumgebung ihrer Herkunftsländer. Anhand ihrer persönlichen Geschichten und in Interviews werden die unterschiedlichen Beweggründe für die saisonale Migration verdeutlicht.
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    • 12) Migrants: the case of Eferding
    • „Als ich anfing zu untersuchen, woher die Nahrung kommt, die ich in einem Geschäft in der Nähe kaufe, habe ich festgestellt, dass ich die ganze Welt in der benachbarten Straße habe. Die exotischen Obstsorten und das frische Gemüse im Angebot mitten im kalten Winter müssen gewiss irgendwo anders angebaut worden sein, aber auch der Großteil des Getreides und des Saatguts kommt aus Ländern mit billiger Arbeitskraft. Und wie alle Migranten kommt diese Nahrung still und leise ins Land. Ich fotografiere die Lebensmittel eines nach dem anderen, dann notiere ich den Namen des Gemüses, und woher es kommt. So entsteht ein Dokument mit über 400 Gemüse- und Obstsorten samt Verzeichnis ihrer jeweiligen Heimat."
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    • 13) Plac (Der Markt)
    • Ana Hušmans Film über den Gemüsemarkt in Zagreb ist nicht nur ein eindrucksvolles Kunstwerk, sondern auch ein Plädoyer für die Bevorzugung regionaler Erzeugnisse vor importierten Waren. Der Diskurs zu den Themen Bio und Slow Food liegt sicherlich auch in Eferding im Trend. Vordergründig geht es um die Qualität heimischer Produkte, um Methoden deren Zubereitung und Konservierung. Obwohl das Beharren auf lokalen Lebensmitteln und die Ablehnung billiger Importe durchaus vernünftig erscheint, behandelt der Film nebenbei auch jenen schmalen Grat, auf dem die Ablehnung von „Fremdem“ auch in Vorurteile und Feindlichkeit münden kann.
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    • 14) Gurken
    • Erwin Wurm ist konzeptioneller Bildhauer. Stets geht es ihm um Transformation von Volumen, die überraschend neue Blicke auf die Welt eröffnen können. Im vergangenen Jahr beschäftigte sich der Künstler mit dem Sujet „Gurke“: „Die Faszination an der Vielfalt der Formen, die man nicht ausschöpfen kann, weil keine der anderen gleicht – das hat schon was. Jede Gurke ist individuell verschieden, aber doch sofort als Gurke erkennbar und einem Ganzen zuzuordnen … ähnlich den Menschen.“ Und weil die Gurke ja so etwas wie ein Eferdinger Wahrzeichen ist, sollte eine Auswahl von Wurms Gurkendarstellungen nicht fehlen.
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    • noragregor_web
    • 15) Streifen – lückenhafte Erinnerungen an Nora Gregor
    • Nora Gregor war eine berühmte Schauspielerin, die im Alter von neunzehn Jahren erstmals in einem Stummfilm auftrat. 1937 heiratete sie den Heimwehrführer Ernst Rüdiger Starhemberg, mit dem sie nach Hitlers Einmarsch in Österreich in die Schweiz, danach nach Frankreich und Südamerika emigrieren musste. Die Künstlerin Lisa Kortschak machte sich auf die Suche nach der Person Nora Gregor, ihrem filmischen Werk und ihrer künstlerischer Karriere, die so stark vom politischen Umfeld geprägt war. Biografie und Zeitgeschichte werden zu einer filmischen Dokumentation verwoben, die im Stammhaus der Starhemberg gezeigt wird.
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    • 16) Herr K. und der Behördenapparat
    • Wie lebt es sich am Land, wenn die eigene Lebensweise etwas abseits der angesehenen und akzeptierten liegt? Oder: Wie arm darf man sein, ohne mit bestehenden Gesetzen in Konflikt zu geraten? Behördliche Akten sind auch der Ort der dörflichen Randexistenzen. Im vorliegenden Fall führen die erheblichen Kosten, die mit einem verpflichtenden Kanalanschluss einhergehen, nicht nur zu einem jahrelangen und bis heute nicht abgeschlossenen Verfahren, sondern auch zu einer Reihe anderer rechtlicher Verwicklungen, deren Absurdität beinahe vergessen lassen, dass dabei die Existenz eines Menschen auf dem Spiel steht. Dieser Fall, ausschließlich aus dem bestehenden Aktenmaterial rekonstruiert, wird als Radiofeature in einem eigenen Raum zu hören sein.
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    • musikleidenschaften
    • 17) FM Eferding
    • Eferding ist auch eine Stadt der Musikleidenschaften. Chöre, Bands, Blasmusiken, Ensembles: Die Künstlerin Miriam Bajtala erforscht das regionale Musikleben nach allen Richtungen und lädt höchst unterschiedliche Gruppen ein, ihr liebstes Stück zu spielen. Zu sehen und zu hören ist der musikalische Querschnitt als Videoinstallation im Schloss Starhemberg.
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    • 18) Umgraben
    • Mit der legendären Aktion „Umgraben“ des Fluxus-Künstlers Wolf Vostell wird in der Ausstellung ein Werk aus der Kunstgeschichte gezeigt, das sich gut in das Eferdinger Thema einfügt. Vostell lud 1974 dazu ein, einen mit Drähten bespannten Acker in Worpswede umzugraben. Die dabei entstehenden Geräusche zeichnete er per Tonband auf. „Wir stossen beim Umgraben auf unsere Erinnerungen, die Klänge beim Graben sind die Ausstösse unserer Gedanken“, kommentierte Vostell seine Aktion.
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    • 19) Eferdinger Becken
    • An die fünfzig Schlagzeugbecken unterschiedlicher Größen sind goldene, klingende Plateaus. In der räumlichen Anordnung verteilen sich die Klänge innerhalb der „Beckenlandschaft“ im Kellergewölbe. Das Klangmaterial wurde in der Umgebung Eferdings gesammelt und in die Resonanzkörper unterschiedlicher Becken transformiert: ein Traktor wird zur Kirchturmglocke, der laue Sommerwind funkelt metallisch, perkussive Gesprächsfetzen, ein assoziatives Schlagzeugsolo. Für die Komposition wird ein spezieller Algorithmus verwendet, der ständig neue musikalische und räumliche Konstellationen erzeugt. Die Klänge gelangen mittels Körperschall-Lautsprecher aus Mobiltelefonen in die Beckenlandschaft.
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    • 20) Die Eferdinger Windrückstellung
    • Wenn der Flügelschlag eines Schmetterlings in Brasilien einen Tornado in Texas auslösen kann (siehe Chaostheorie!), was passiert dann, wenn in Eferding ein Kubikmeter Wind zurückgesetzt wird? Am 7. Juni 2013 wird in Eferding auf einem fünf Meter hohen Gerüst ein Kubikmeter Wind in einem transparenten Behälter eingefangen. 10 Tage später wird der Luft-Kubikmeter mittels einer gerüstgestützten Wanderplattform ca. 80 Meter entgegen der Windrichtung zurückgesetzt worden sein – und dort in die dann aktuelle Wetterlage entlassen.
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    • 21) Geschichteweg
    • Was hat es wirklich auf sich mit dem jüdischen Grabstein, der in die Wand des Keplerhofes eingemauert ist? Wo befand sich das Stammlager Pupping genau, und was ist dort geschehen? Wer waren jene Eferdinger und Eferdingerinnen, die während der NS-Zeit nach Hartheim deportiert wurden? Woher kamen die Krieger, die im Soldatenfriedhof Deinham begraben liegen? Diese und andere Fragen stellt der Künstler Wolfram P. Kastner und gräbt damit in Eferdings Geschichte. Entlang des bestehenden “Geschichtenweges” wachsen Mauern aus dem Boden und rufen mittels Texten und Bildern Geschehnisse aus ferneren und jüngeren Zeiten in Erinnerung.
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    • freikartefluchtpunkte_Web
    • 22) Freikarte, Fluchtpunkte
    • Schon Wochen vor dem Festival beginnt eine Neuvermessung von Eferding. Studierende durchkreuzen die Stadt mit Maßbändern, setzen sich an Stammtische, besteigen Kirchtürme und durchsuchen die Stadtchronik nach Vorkommnissen. „Freikarte, Fluchtpunkte!“ erstellt mit StadtbewohnerInnen kollaborativ eine ungeheure Karte von Eferding. Sie beginnt im Geheimen, stülpt sich zur Festivaleröffnung aus einem Container und wächst schließlich über den Stadtplatz. Modelle werden gebaut, Maßstäbe werden gewechselt, geheime Orte werden freigelegt, Lücken geschlossen und Plätze untergraben. Ein utopisches Eferding entsteht, wo sich Wolkenbügel zwischen Häuserzeilen spannen, Türme das gewohnte Gefüge der Stadt durchbrechen, gigantische Freiräume sich auftun und ungeahnte Sehnsüchte zu Raum werden.
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    • sensinauten_web
    • 23) Sensinauten
    • Augen auf. Blick nach unten. Blick nach oben. Nach vorne. Zurück. Perspektiven eröffnen. Eferding mit eigenen Augen wahrnehmen. Anders als man denkt. Die Wahrnehmung umgraben. Gewohntes neu betrachten. Eferding neu entdecken. Schritt für Schritt. Blick für Blick. Und dabei die Sinne schärfen. Sensinauten sind die Entdecker neuer Perspektiven. Eferding anders sehen. Und dabei anders aussehen. Anziehende, außergewöhnliche Ansichten werden den Sensinauten vor Augen geführt. Ein Periskop macht es möglich. Aber sie ziehen die Blicke auch auf sich. Machen neugierig. Eferding wird umgegraben – von den Sensinauten und durch die Sensinauten.
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    • 24) Traktorrist
    • Die Mechanisierung der Landwirtschaft nahm ab den Fünfzigerjahren des vorigen Jahrhunderts rasant zu; Traktoren übernahmen die Arbeit der Zugtiere. Optimierung der Produktion und Leistungsdruck zwingen die Landwirte heute mit der Devise „Wachsen oder weichen“ in die Industrialisierung der Agrarprodukte, was viele Kleinbauern zum Aufgeben nötigt. Ausgangsobjekt von Hannes Stelzhamers Arbeit ist ein Steyr 80 (Fünfzehner)-Traktor als Typus während der ersten Zeit der bäuerlichen Industrialisierung. Aus ausgeschiedenen Maschinenteilen und Altmetallspenden von Bauern aus der Region Eferding wird in einem Recyclingprozess eine bewegte Skulptur entstehen.
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    • weitesfeld
    • 25) Weites Feld
    • Neuer Wohnraum entsteht. Alte Häuser stehen leer. Sie beherbergen weiterhin die Geschichten jener, die einst darin gewohnt haben. Selbst wenn die Häuser verfallen, dem Strukturwandel erliegen, die Geschichten bleiben dort, wo das Leben einst war. Der ländliche Raum ist von Leerstand betroffen. Überall in Österreich stehen ehemalige Bauernhöfe leer und verfallen. Gleichzeitig wird ungebremst neues Bauland gewidmet. „Weites Feld“ erzählt Geschichten des Leerstands, gibt Bauernhofruinen ein Gesicht, fragt nach den Werten, die mit Besitz verbunden sind. Wir laden die FestivalbesucherInnen ein, uns auf einen Ausflug in die Umgebung von Eferding zu begleiten, in die Landschaft zu schauen und dabei die Geschichten zu hören.
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    • 26) Jumping Sound System
    • Jumping Sound System ist die Vertonung der Architektur der Sprunganlage Hinzenbach und der Flugkurve des Skispringers. Die Skier sind mit Audiosensoren ausgestattet, welche Skibelastung, Geschwindigkeit und Neigung über Funk verstärkt ins Stadion senden. So werden den Besuchern eine neue Dimension in der Kunst des Skispringens über den Soundfaktor geboten und Fluggefühle des Springers vermittelt. Im Auslauf, am Siegerpodest, treffen die freigelegten V-Schallwellen auf eine experimentelle Wintersport-Soundperformance. Die Aufzeichnung dieses Bewerbes ist im Springerbuskino Bus Humpulli am Stadtplatz Eferding zu sehen, mit täglich wechselndem Sonderprogramm von diversen, atypischen Skisprungfilmen und persönlichen Geschichten zum Thema, in gemütlicher V-Stilstimmung.
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    • original_eferdinger_worte
    • 27) Original Eferdinger Worte
    • Extra und einmalig für das Festival der Regionen taufen sich die „Original Linzer Worte“ um und reisen ins Gemüsekompetenzzentrum Eferding. Zum Thema „Umgraben“ werden Texte und andere Performances zum Vortrag gebracht. Das Publikum ist aufgefordert, Eigenes bei den Open Mics vorzutragen. Bei der „Tombola des Grauens“ wird es zum Schluss mit wertlosen Preisen bedacht. Auch mit Musik von der „Blutgruppe“ ist zu rechnen. Als Gast präsentieren die „OEW“ (Original Eferdinger Worte) mit vor Freude geblähten Brüsten Bodo Hell. Vom Härtegrad her liegt OEW irgendwo zwischen Linzer Torte und LD-Stahl. Ein guter Kompromiss zwischen super und spitze. Lustiger als sieben saure Gurken.
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    • 28) Dichter graben an der Stelle vor Ort
    • In der Rolle eines aufmerksamen Flaneurs streift Matthias Klos durch Eferding, sammelt Bilder und Geschehnisse, die er verwebt mit eigenen Geschichten und Assoziationen. Er hat nicht die Absicht, sich mit der Geschichte und den Verhältnissen zu beschäftigen und zu belasten. Er nimmt auf, was ihm der Augenblick zuträgt, was ihm widerfährt an Stimmungen, Begegnungen und Eindrücken. Es entsteht ein poetisches Journal mit Bildern und Texten, das in Form einer sonderbaren Ausgabe der Gemeindezeitung im Bezirk verbreitet wird.
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    • literatour_creditMario_kiesenhofer_web
    • 29) Literatour – Didi Sommer: Du Sau
    • Klimabündnis OÖ und Freies Radio Salzkammergut organisieren eine ungewöhnliche literarisch-performative Veranstaltung in einem Waggon der Eisenbahnstrecke namens LILO. „Sau“-mässig inszeniert wird dies von Didi Sommer, der in lyrischen, visuellen, grafischen sowie technischen Bereichen der Kunst vor, auf, hinter und unter der Bühne tätig und in stehender, sitzender, liegender und manchmal auch kopfstehender Weise zu sehen ist.
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    • freshmusic_web
    • 30) Fresh music for rotten vegetables
    • Im Rahmen von Workshops werden kleine Klangerzeuger aus preiswerten elektronischen Bauteilen gebaut. Die verwendeten Schaltkreise verbrauchen so wenig Energie, dass Obst und Gemüse die Instrumente mit Energie versorgen können. Werden zwei Metallelektroden in z. B. eine Kartoffel gesteckt, entsteht eine chemische Reaktion, die den elektrischen Strom erzeugt. Aufeinander abgestimmt bilden sie ein aleatorischen Musikstück, das am Schluss des Workshops zum Erklingen gebracht wird. Der Projekttitel bezieht sich auf „Fresh Fruit for Rotting Vegetables“, dem Debüt der kalifornischen Politpunkband Dead Kennedys aus 1980.
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    • Helmut Neundlinger
    • 31) Festival-Chronist
    • Das „Festival der Regionen“ konzentriert sich zehn Tage lang auf das Städtchen meiner Kindheit und Jugend. Uns beide, mein Städtchen und mich, erwartet eine ungewöhnliche Anhäufung umgrabender Aufhäufungen der Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Städtchens. Deshalb kann ich es kaum erwarten, meine Eferdinger Neugierdsnase täglich in die Ritzen, Spalten und Fugen dieser festivalischen Umwälzungen zu stecken. Täglich also werde ich in Form eines Blogs darüber berichten, was die Projekte mit dem Städtchen, den Leutchen und mir anstellen. Und weil ich nicht die einzige Eferdinger Neugierdsnase bin, werde ich – zusätzlich zu meinen eigenen Naseweisheiten – täglich und ohne Vorwarnung eine andere Eferdinger Neugierdsnase um ihre Meinung zu den Festival-Umtrieben bitten. Zwei Nasen riechen mehr als eine!
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    • sternsicht_web
    • 32) Sternsicht
    • Eine imaginäre Windrose schwebt über Eferding, begleitet unser Handeln, gibt unsichtbar Richtungen vor. An den Spitzen dieses Richtungsanzeigers gehen wir senkrecht zu Boden und markieren so 21 scheinbar zufällige Sternpunkte in den Land- und Ortschaften. Wie mit Akupunkturnadeln stecken wir das Gelände ab und errichten unser Feldstudio. Die Sternpunkte sind offene Begegnungsorte mit den Menschen, der Umgebung. Orte der Erkundung, unterschiedlicher Blickwinkel und der Auseinandersetzung mit dem, was den Menschen in Eferding „ins Auge springt“, und – in die Zukunft gerichtet – was sie „im Auge haben“ und zu tun beabsichtigen. Die Live-Einstiege sind televisuelle Momentaufnahmen dieser Spurensuchen. Ein Umgraben der imaginären Bilder, die uns vorantreiben.
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    • 33) Umhören
    • Wo umgegraben wird, hören wir uns um. Radio FRO (Freier Rundfunk Oberösterreich) begleitet das Festival der Regionen mit einer zehnteiligen Radioreihe. Während des Festivalzeitraums gibt es täglich von 17-18 Uhr im Hintergrundberichte mit Stimmen aus Eferding zu hören. Im Festivalzentrum am Stadtplatz wird ein Radiostudio eingerichtet, das für BesucherInnen offen ist. Sollten Sie mitmischen wollen oder vors Mikrofon gebeten werden: bitte kein Blatt vor den Mund! Nur Mut zum Unmut! Das Redaktionsteam von Radio FRO freut sich über Besuch im Studio-Container. Hier gibt es die Möglichkeit, Radiosendungen mitzugestalten, den Freien Radiobetrieb kennenzulernen und Meinungen laut zu äußern.
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    • 34) UMS Gemüse GRABEN
    • Der Umgang mit der Erde, das Umgraben und Bearbeiten des Bodens stehen im Mittelpunkt des Projektes. Die SchülerInnen führen mit Unterstützung der Medienwerkstatt Linz Interviews mit Bauern und Bäuerinnen, Gemüseproduzenten, der Umgebung von Eferding durch. Dabei wird die Situation der modernen Landwirtschaft bzw. der Nahrungsmittelproduktion beleuchtet - Veränderung der Arbeitsweisen und deren Auswirkungen, Erntehäufigkeit, Auswirkungen des Klimawandels, Bedeutung von Landarbeit im gesellschaftlichen Zusammenhang, Umgang mit dem Produktionsmittel Erde. – Die Interviews werden in Kooperation mit der Medienwerkstatt Linz zu einem Radiobeitrag gestaltet und bei Radio FRO gesendet.
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    • spargeltarzan1
    • 35) Spargeltarzan
    • „Junges Gemüse“ aus dem Gymnasium Dachsberg macht Animationsfilme mit Gemüse. Die Ideen sprudeln: Was mit Obst und Gemüse anfängt, endet mit Stop-Motion-Aufnahmen in und rund um das Schulgebäude. Beteiligt an dem Projekt sind afghanische Jugendliche, die in Dachsberg Deutschunterricht erhalten und sich für plastisches Gestalten interessieren, und Schüler und Schülerinnen der 7. Klassen, unter der Leitung von Sigrid Meindl: Katharina Aumayr, Tyarna Lily Diery, Anja Berger, Johanna Brandl, Heshmat Ghafori,
      Morteza Ghorbani, Elisabeth Graml, Alma Reiter, Carina Schobersberger, Sarah Schwebl, Lea Gritsch, Uwe Rathmayr, Daniel Reitinger und Felix Schuller. Die Künstlerin Karo Szmit begleitet die Produktionen mit Rat und Tat.
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    • 36) Festival-Zentrum
    • Gemüsefelder, Lagerhäuser oder Verladestationen zeugen von intensiver Landwirtschaft und machen die lokale Identität Eferdings aus. Das Festivalzentrum würdigt diese alltäglichen Sehenswürdigkeiten, indem Versatzstücke in Form von ausgemusterten Silos, Gemüsekisten, zweckentfremdeten Glashäusern oder was auch immer sich in den Hinterhöfen der Bevölkerung angesammelt hat, zu einem temporären Ensemble zusammengesetzt werden. Mitten in der Stadt ist das Festivalzentrum angesiedelt. Die Architektur entwickelt sich aus Recyclingmaterialien und Objekten aus dem ländlichen Umland, und aus Mobiliar, das von ArchitektInnen und SchülerInnen des Polytechnischen Lehrgangs Eferding entworfen und gebaut wird.
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    • schweinsbratl_web
    • 37) Running Schweinsbratl
    • Eine nach österreichischen Folklore-Idealen nachgebaute Running-Sushi-Bar wird als Gourmet-Mahnmal gegen die Verwahrlosung der heimischen Kochtradition errichtet. Anstelle des kulinarischen Grauens in Form von rohem Fisch oder glutamatverseuchten Hühnerleichen mit holzigen Bambussprossen und schrumpeligen Pilzen in undefinierbarer Sauce, gleiten verschiedene traditionelle Gerichte wie Schweinsbraten, Rindsrouladen und Apfelstrudel im Maßstab 1:2 verkleinert an den Gästen vorbei. Diese ironische Adaption der österreichischen Küche in den kulinarischen Mainstream erlaubt hemmungslose Gaumenforschung und kalorienreduzierte Verinnerlichung von mindestens zehn Gerichten.
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    • feierabend_web
    • 38) Feierabend
    • Egal, was sich sonst rundherum noch tut: Ab 20:00 Uhr ist Feierabend angesagt. Das Festivalzentrum fungiert als zwanglos-gastlicher Treffpunkt. Diskutieren, quatschen und feiern. Und zuhören. Die offene Bühne ist jungen Bands aus der Region gewidmet, die vom EF.K.K Eferdinger Kultur Klub eingeladen wurden. Von Goschnrock, Indie, Metal, Trash, Ambient, Elektro-Rock, Blues und Singer/Songwriter reichen die Stile. Die Szene zeigt, was sie drauf hat.
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