Festival der Regionen


Umgraben

  • 7. - 16. Juni 2013

  • Eferding
Künstler
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Georg Schobert

Georg Schobert wurde 1969 in Tulln geboren, lebt und arbeitet in Pöchlarn. 2003 – 2010 Studium an der Kunstuniversität Linz, Bildhauerei_transmedialer Raum. Künstlerische Schwerpunkte sind die Manipulationen von Maßstäben im mathematischen wie auch gesell­schaftlichen Sinn sowie perspektivische Veränderungen von scheinbar Vertrautem. Relationen, Strukturen und Verhältnisse erhalten durch Kontextverschiebungen neue, zum Teil ironische Bedeutungen.

Wie in vielen seiner Arbeiten geht es Georg Schobert um das Spiel mit der Wahrnehmung und den Relati­onsverhältnissen in ihr. Es ist aber auch die dem Menschen immanente Neugier und im weitesten Sinn der Blick an sich, an dem der Künstler interessiert ist und den er allzu gerne irritiert. In seinen Modellen bringt er Gewohntes in befremdlich andere Zusammenhänge und fördert damit geschickt die Bereitschaft, die eigene Wahrnehmung verstärkt ins Spiel zu bringen. Mit der wieder belebten Erfahrung der kindlichen Lust am Verstehen, möchte man begreifen, was es auf sich hat mit der Maßstäblichkeit der Dinge. Es geht um das Wechselspiel von „Begehren und Enttäuschen“, immer aber auch um das Entlarven einer Illusion. Seine Modelle simulieren Wirklichkeit und können, wie Baudrillard es für das Simulakrum formuliert hat, wahrer als das Wahre sein – in dem Sinn, dass Realität über ein Modell oft begreifbarer wird und damit wahrer werden kann, als durch die Realität selbst.

Projekt

    • schweinsbratl_web
    • 37) Running Schweinsbratl
    • Eine nach österreichischen Folklore-Idealen nachgebaute Running-Sushi-Bar wird als Gourmet-Mahnmal gegen die Verwahrlosung der heimischen Kochtradition errichtet. Anstelle des kulinarischen Grauens in Form von rohem Fisch oder glutamatverseuchten Hühnerleichen mit holzigen Bambussprossen und schrumpeligen Pilzen in undefinierbarer Sauce, gleiten verschiedene traditionelle Gerichte wie Schweinsbraten, Rindsrouladen und Apfelstrudel im Maßstab 1:2 verkleinert an den Gästen vorbei. Diese ironische Adaption der österreichischen Küche in den kulinarischen Mainstream erlaubt hemmungslose Gaumenforschung und kalorienreduzierte Verinnerlichung von mindestens zehn Gerichten.
    • Veranstaltungen
      • Termine werden erst veröffentlicht.